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Besser geht’s, wenn man sich kennt.

Posted by Lasse Walter on 22.10.2015 17:16:11
Lasse Walter

„Werbung nervt nur, wenn sie die Zielgruppe verfehlt“

Das schlechte Image der Werbung bei den Kunden basiert auf den zielgruppenungenauen Werbemöglichkeiten der Vergangenheit. Fernseh- oder Printwerbung bzw. Postwurfsendungen hatten in der Vergangenheit extrem hohe Streuverluste, weil es nur wenige Sparten-TV- und Fachmagazine gab. Natürlich nervt einen Mann eine Ladyshave-Werbung, doch eine Bierwerbung wird als informativ empfunden. Die Aufgabe war also, die Interessen der Kunden zu erfahren und zielgerichtet anzusprechen.

 

Ist das schon Individualisierung oder doch Werbe-Spam?

Seit der Digitalisierung werden die Kundeninformationen mit jedem Klick getrackt und gespeichert. Der Kunde befindet sich im Zwiespalt zwischen dem „Gläsernen Kunden“ und dem Vorteil durch passgenaue Angebote nach seinen Interessen und Vorlieben. Vielen Kunden ist die Informationsweitergabe nicht bewusst oder sie schieben den Gedanken für mehr Bequemlichkeit beiseite. Dann wird sich aber lauthals darüber aufgeregt, wie gruselig es doch sei, dass durch Targeting Werbeplatzierung von kürzlich angeschauten Produkten am Bildschirmrand auftauchen. Andererseits wird von den Kunden inzwischen erwartet, dass sie persönlich und individuell angesprochen werden. Diese Schizophrenie der Kunden sollte durch Aufklärung einem Bewusstsein für Datentransfer weichen. Natürlich sollten die Spielregeln klar sein und eingehalten werden. Dann ist es eine Win-Win-Situation für Kunden und Unternehmen.


Gesammelte Daten müssen auch sinnvoll genutzt werden

Die meisten Unternehmen erheben und speichern viel mehr Daten, als sie für ihre Werbemaßnahmen nutzen und nerven damit ihre Kunden unnötig mit allgemeinen Angeboten. Durch eine konsequente Auswertung und ein bisschen mehr Mühe in der Kundenansprache sind noch erhebliche Potentiale in den bisher erhobenen Kundendaten. Mit dem entsprechenden Bewusstsein in den Unternehmen und ein wenig Energie in ein Datenmanagement kann aber auch die Informationsspeicherung auf die Bedürfnisse und die Werbepläne angepasst werden, so dass der Auswertungsaufwand in Zukunft noch weiter reduziert wird.


Kundenbedürfnisse erkennen

Die wenigsten Unternehmen beziehen die von ihnen abgespeicherte Kaufhistorie des Kunden mit in die Marketingmaßnahmen mit ein. Wie wahrscheinlich ist es wohl, dass ein Kunde, wenn er 2013, 2014 und 2015 den gleichen Kalender gekauft hat, den für 2016 auch kauft? Solche Kauferfolgsvorlagen bleiben in den meisten Unternehmen noch ungenutzt, weil der Kunde eben nicht ein explizites Angebot für den Kalender bekommt und sich vielleicht sogar bedanken wird, dass er so ein treuer Kalenderkunde ist.

Schauen Sie in ihre Datenbank und prüfen Sie, ob Sie für 2015 gerüstet sind. Es reicht dem Kunden eben nicht mehr, dass Sie von ihm das Geschlecht und den Geburtstag wissen.

 

Gastautor: Lasse Walter

www.marketingdienstleister.de

Topics: Gastbeitrag

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